COVID-19-Behandlungskosten

Uns liegen derzeit die ersten Abrechnungen im Zusammenhang mit COVID-19 vor. (Stand Anfang Mai 2020: 218 gemeldete Entlassungen mit der Diagnose U07.1 - COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen). Die Aufnahmedaten für die als entlassen gemeldeten Fälle liegen zwischen dem 03.03.2020 und dem 08.05.2020. Die Verweildauer betrug zwischen 1 und 51 Tagen bei einem Mittelwert von 9,6 Tagen. Die meisten dieser Fälle sind bereits abgerechnet worden. Die durchschnittlichen Behandlungskosten je Fall betragen 7.327,17 €.

Bei den abgerechneten Fällen handelt es sich in der Mehrzahl um Behandlungen ohne längere Beatmungszeiten oder andere aufwändige Prozeduren. In 14% der Fälle wurde eine Beatmung von mehr als 10 Stunden (bis max. 857 Stunden) abgerechnet.

In rund der Hälfte der bisher abgerechneten Fälle werden die DRGs E79C (Infektionen und Entzündungen der Atmungsorgane ohne komp. Diagnose, ohne äußerst schwere CC oder ein Belegungstag, außer bei Para-/Tetraplegie, ohne best. mäßig aufwend. Behandlung) oder E79B (Infektionen und Entzündungen der Atmungsorgane ohne komplexe Diagnose, ohne äußerst schwere CC oder ein Belegungstag, bei Para- / Tetraplegie oder mit bestimmter mäßig aufwendiger Behandlung oder mit bestimmter Pneumonie, mehr als ein Belegungstag) abgerechnet.