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Von Not oder Ruin keine Spur

Auskömmliche Freihaltepauschalen bescheren Kliniken Umsatzplus

Von Not oder Ruin keine Spur

Auskömmliche Freihaltepauschalen bescheren Kliniken Umsatzplus

Dass das Personal in den Krankenhäusern während der COVID-Pandemie an und oft jenseits der Belastungsgrenze arbeitet, steht außer Frage. Der kräftezehrende Einsatz von Pflegenden und Ärzt*innen kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

Nicht an der Belastungsgrenze jedoch scheint sich die wirtschaftliche Belastung der Kliniken zu bewegen. Anders als von Krankenhausverwaltungen und ihren Interessenvertretungen vielfach behauptet, haben Deutschlands Kliniken insgesamt das Pandemiejahr mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen.

Der SPIEGEL berichtet am 13.02.2021 über das Asklepios Klinikum in Seesen am Harz, das im Zuge des COVID 19-Krankenhausentlastungsgesetzes die stolze Summe von 1,3 Mio. Euro für freigehaltene Intensivbetten erhielt, obwohl diese Betten gar nicht zur Verfügung standen. Zwar interessiert sich inzwischen die Staatsanwaltschaft Braunschweig für das Thema. Es ist aber noch keineswegs ausgemacht, dass tatsächlich ein Subventionsbetrug vorlag. Das mit heißer Nadel gestrickte System der Ausgleichszahlungen scheint vielmehr Mauscheleien Tür und Tor zu öffnen.

Das Seesener Klinikum ist offenbar kein Einzelfall: Wie die Ärztezeitung am 11.02.2021 berichtet, hat sich zwar die Erlössituation der Kliniken zwischen Januar und September um 8,8 Mrd. Euro verschlechtert. Sie erhielten jedoch bis Oktober 2020 insgesamt 9 Mrd. Euro als Kompensationszahlungen. Die Zahlen stammen aus einem Gutachten, welches das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erstellt hat. Die Ausgleichszahlungen haben demzufolge „dazu geführt, dass sich die Nettoerlössituation der somatischen Kliniken 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent, in der Psychiatrie/Psychosomatik um 14,4 Prozent verbessert hat.“ Kein Grund zur Sorge also für die Krankenhäuser – und ein Grund mehr für Krankenkassen, konsequent die Abrechnungen zu prüfen!


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dialoQ Nr. 20

In unserer Jubiläumsausgabe geht es um weibliche Karrieren, Korea und natürlich COVID-19. Lesen Sie unter anderem spannende Interviews mit Dr. Doris Pfeiffer und Schröder-Kim So-yeon!

 

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dialoQ Nr. 19

Die Auswirkungen des MDK-Reformgesetzes beschäftigen uns im Büro und auch in dieser Ausgabe des dialoQ Magazins. Wie wir bei casusQuo mit der Prüfquotendeckelung umgehen und uns auch sonst den veränderten Erfordernissen anpassen, berichten wir Ihnen in diesem Heft.  Außerdem erfahren Sie, weshalb Herzinfarktpatientinnen und -patienten in Dänemark besser dran sind als bei uns.

 

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