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Stellungnahme der casusQuo GmbH zur Forderung der DKG nach einer Senkung der Prüfquote

Pandemiefolgen solidarisch schultern – Prüfquoten nicht weiter senken!

Pandemiefolgen solidarisch schultern – Prüfquoten nicht weiter senken!

- Stellungnahme der casusQuo GmbH zur Forderung der DKG nach einer Senkung der Prüfquote -

Deutschland steht mit der Bekämpfung der Pandemie und ihrer Folgen vor einer Jahrhundertaufgabe, das ist unbestritten. Unbestritten ist aber auch, dass unser gut ausgebautes Sozial- und Gesundheitssystem, unser Wohlstand und unsere alles in allem gefestigten politischen und gesellschaftlichen Strukturen uns eine Basis für diese Aufgabe bieten, um die uns viele andere Länder zu Recht beneiden. Zu diesen beneidenswerten Strukturen gehört auch und ganz besonders das System der solidarischen Krankenversicherung mit der gemeinschaftlichen Finanzierung der Lasten aus dem Gesundheitswesen.

Wer krank ist, erhält einkommensunabhängig eine Versorgung auf höchstem Niveau. Und wer Kranke behandelt, wird dafür bezahlt. Bei casusQuo stehen wir seit mittlerweile 18 Jahren dafür ein, dass erbrachte Krankenhausleistungen korrekt vergütet werden. Wir sorgen aber auch dafür, dass nicht erbrachte oder nicht berechtigte Leistungen die Solidargemeinschaft nicht belasten. Denn für die Jahrhundertaufgabe Pandemiebekämpfung benötigt unser Gesundheitssystem jeden Euro und jeden Cent. Dass einzelne Beteiligte sich in und an der Pandemie bereichern, können wir nicht dulden! Der Krankenhausabrechnungsprüfung kommt in dieser herausfordernden Lage darum ganz besondere Bedeutung zu.

Als der Solidarität verpflichtete Arbeitsgemeinschaft tritt casusQuo deshalb dafür ein, die Prüfquoten in der Krankenhausabrechnung nicht erneut zu senken. Ehrlich und korrekt abrechnende Krankenhäuser müssen unsere Arbeit nicht fürchten. Im Gegenteil: wir sorgen dafür, dass schwarze Schafe von der Weide vertrieben werden. Denn leider hat sich auch 2020 wieder gezeigt, dass manche Krankenhäuser viel Phantasie darauf verwenden, sich an der Solidargemeinschaft zu bereichern. Über 27 Millionen Euro hat casusQuo allein 2020 im Auftrag der Krankenkassen retaxiert – trotz der pandemiebedingt auf 5 % reduzierten Prüfquoten! Die im Zuge des MDK-Reformgesetzes gesenkten Prüfquoten bedeuten bereits erhebliche Einnahmeverluste für die Krankenkassen. Das veranschaulicht übrigens auch eindringlich der kürzlich erschienene Quartalsbericht IV/2020 des MDK Bayern. Eine weitere Senkung wäre unverantwortlich und würde der Versichertenversorgung nachhaltigen Schaden zufügen.

Die Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Prüfquoten mit Hinweis auf die belastenden Prüfungen erneut zu senken, ist vor diesem Hintergrund unverantwortlich und für die Solidargemeinschaft schädlich. Unser Gesundheitssystem kann sich in der derzeitigen Lage nicht leisten, dass sich einzelne Konzerne oder gesellschaftliche Gruppen an der Pandemie bereichern. „Last but not least: Falschabrechnung schadet nicht nur der Solidargemeinschaft“, so casusQuo-Geschäftsführer Udo Halwe, „sondern die schwarzen Schafe fressen ja vor allem der eigenen Herde das Gras weg!“


Hier können Sie einen Blick in aktuelle Ausgaben unseres dialoQ Magazins werfen. Wir freuen uns, wenn Sie zukünftig regelmäßig unser Magazin lesen möchten. Kontaktieren Sie uns dazu bitte per E-Mail unter dialoQ-redaktion[at]casusQuo.de.


dialoQ Nr. 20

In unserer Jubiläumsausgabe geht es um weibliche Karrieren, Korea und natürlich COVID-19. Lesen Sie unter anderem spannende Interviews mit Dr. Doris Pfeiffer und Schröder-Kim So-yeon!

 

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dialoQ Nr. 19

Die Auswirkungen des MDK-Reformgesetzes beschäftigen uns im Büro und auch in dieser Ausgabe des dialoQ Magazins. Wie wir bei casusQuo mit der Prüfquotendeckelung umgehen und uns auch sonst den veränderten Erfordernissen anpassen, berichten wir Ihnen in diesem Heft.  Außerdem erfahren Sie, weshalb Herzinfarktpatientinnen und -patienten in Dänemark besser dran sind als bei uns.

 

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